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Johanns Brauhaus in den letzten Zügen

 Als 1809 im Kastenhof die Ehemannsche Brauerei gegründet wurde, war von Anfang an klar, dass es dort auch eine Ausschankstelle geben muss. Über 200 Jahre später wird in genau dieser Ausschankstelle wieder fleißig gehämmert, gebohrt, abgeschliffen und über die Zukunft philosophiert, um dem Ursprung der Kauzen Brauerei neues Leben einzuhauchen. Bereits Ende April soll hier der kühle Gerstensaft fließen, vorausgesetzt die Lockerungen und die aktuellen Corona Zahlen lassen dies zu. Entstehen soll hier ganz nach alter Sitte eine Braustube für Jedermann. Immer im Fokus: Bier. Durch besonders geschultes Personal, wird hier jeder sein Lieblingsbier finden. Deftige Brotzeiten und saisonale Schmankerl, aber auch mal ein Burger,  natürlich alles mit regionalen Zutaten zubereitet, werden das Angebot im Johanns abrunden. Mit Massimo Michel hat sich ein junger und motivierter Pächter gefunden, der vorallem eins ist: waschechter Ochsenfurter. Und darüber hinaus aber auch ein sehr guter Koch und charmanter Gastgeber. Die Vorfreude im Johanns ist groß. Der Name Johann bezieht sich dabei auf Johann Jacob Gehring, der als Brauer in der Ehemannschen Brauerei lernte und anschließend die Brauerei des kinderlosen Ehepaars Ehemann pachtete und 1849 erwarb. Um die Jahrhundertwende zog die Brauerei vor die Tore der Stadt an den heutigen Standort. Im Kastenhof war noch bis in die Sechziger Jahre die Mälzerei untergebracht. 1981 wurde im Zuge der Altstadtsanierung der Kastenhof ein neuer Nutzungszweck mit Geschäften und Wohnungen zugeschrieben. Erhalten blieb die Klosterbräustuben.  Gäste des Johanns Brauhaus dürfen sich in Zukunft wieder über den großzügigen Biergarten, den liebevoll hergerichteten Gastraum mit einigen optischen Highlights und vor allem über kleine besondere Details freuen, die vielleicht erst beim zweiten oder dritten Besuch auffallen. Jetzt gilt es Daumen drücken, dass alle Termine eingehalten werden und dass es die Situation zulässt, das einer Öffnung nichts im Wege steht.

Eine Sammlung (fast vergessener) fränkischer Gerichte

Ochsenfurt, Donnerstag, 26. November 2020: Jahr für Jahr stellen sich Hausfrauen und –männer zur Weihnachtszeit die gleiche Frage: Welchen Festtagsschmaus tischt man auf? Schon wieder Gans? Oder Hase? Oder doch Ente? „Vielleicht darf es auch mal etwas ganz anderes sein“, so Karl-Heinz Pritzl, Brauereichef der Ochsenfurter Kauzen Bräu. Und weiter: „Wie wäre es denn heuer mit Spargelsuppe zum Einstieg, Würzburger Kärrnersbraten als Hauptspeise und abschließend eine Zitronencreme mit Wein? Das sind Speisen längt vergangener Zeiten, typisch fränkisch, aus Omas Rezeptbuch.“ Wem allein beim Lesen der Menüfolge das Wasser im Munde zusammenläuft, der sollte sie einfach kochen. „Bei der Anleitung kann man sich auf Omas Gedächtnis verlassen oder im Kochbuch „Fränkische Festtagsrezepte“ nachschauen“, so Brauereichef Karl-Heinz Pritzl weiter. 

Damit die Rezepte längst vergangener Tage nicht in Vergessenheit geraten, hat die Ochsenfurter Kauzen Bräu gemeinsam mit dem Bezirk Unterfranken das Kochbuch aufgelegt. „Nicht noch ein Kochbuch werden viele denken. Aber: Es ist beileibe kein Kochbuch wie viele andere. Es ist vielmehr eine  Homage an Franken, an traditionelles Kochen, an den guten Geschmack und an Omas  hervorragende Küche. Wir wollen zum Kochen animieren, Spaß in der Küche verbreiten, die Menschen wegbringen von Fastfood, Tiefkühlkost, Instantgerichten,“ beschreibt Karl-Heinz Pritzl die Intension des Kochbuches. Der Bezirk Unterfranken und die Kauzen bräu hatten dazu aufgerufen, besondere fränkische Lieblingsrezepte einzusenden. Die besten Rezepte haben ihren Weg in das Kochbuch gefunden.

NEU: Käuzle Radler!

Ochsenfurt, Mittwoch, 02. Juni 2021:

Nervös marschieren die Brauer auf und ab. Der Braumeister blickt skeptisch. Die ersten Flaschen Käuzle Radler verlassen den Füller. Sitz das Etikett? Sind die Farben wie gewünscht? Und dann das wichtigste: der Probeschluck. Und der schmeckt. Am liebsten würde man sich jetzt mit dem neuen Käuzle Radler in die Sonne sitzen und das Leben genießen. Aber um euch zu versorgen wird mit 16 000 Flaschen in der Stunde abgefüllt, dass ihr am Wochenende bereits das neue Käuzle Radler testen könnt. Ohne Schnickschnack. Käuzle Helles Lager trifft auf Libella Zitronenlimonade. 50 % von dem einen, 50 % von dem anderen. Gut, die Zitronen kommen aus Spanien, der Rest allerdings hat so kurze Wege, dass wir mit besten Gewissen sagen können: ein Käuzle unters Schnäuzle…